2015
Dezember
Fr 11.

Mark Forster

REWIND Kaum ist der Debüt-„Karton“ an der Luft, macht er sich selbstständig. Ist sozusagen „Auf dem Weg“. Erste Single, Charts, New Pop Festival und ein Backstage-Pass, der für Verwirrung sorgt. Zweimal Tour, ausverkaufte Clubs, drei Coverversionen im TV und viel mehr auf YouTube. Nächste Single, Charts, „Ich und Du“ mit Anna Depenbusch und #4 mit Sido und „Einer dieser Steine“. Dazwischen ein überraschendes Date mit dem Head of Winnweiler, das ein improvisiertes Goldenes Buch und einen Wiki-Eintrag als „Sohn der Stadt“ verursacht. Was bleibt, ist der ungewohnte Zustand, jetzt manchmal „Nein“ sagen zu müssen und der Gedanke an das nächste Album. PAUSE Ein langer Spaziergang im Herbst 2012, wegen der ganzen Fragen. Weil es unmöglich ist, zweimal auf dieselbe Art ein Album zu schreiben. Verantwortung, Songs wie Tätowierungen. Was hilft ist Ackern. Mehr Bilder, Doppelreime und die zündende Idee gegen das Verzetteln: Das Orchester als Rahmen, ein filmischer Ansatz. Kein Konzeptalbum, aber Songs wie Szenen. Immer noch Pop, aber mit einem besonderen Element. Die Texte sind biografisch und übertrieben, wie vorher – aber nicht wie aus einem Tagebuch, eher wie in einem Spiegel. In zwei Jahren entsteht an fast jedem Tag diese Platte, die mit ihrem Vorgänger nicht zu vergleichen ist. PLAY 2014. Februar, Berlin. April, Hannover. August, Breslau. Oktober, Motril. Mark übernimmt mehr Regie, schraubt nicht so sehr am Sound, interessiert sich eher für Atmosphäre, Fläche und das Wroclaw Score Orchestra auf 600qm Rundfunksaal. Ralf Christian Mayer und Daniel Nitt fangen Feuer. „Königin Schwermut“ als Blaupause, das Finale: „Trink auf mich“. Mitten drin Kollegen. Sido auf der ersten Single „Au Revoir“, Caro von Glasperlenspiel in „Hundert Stunden“ und Flo Mega ist der perfekte verlorene Freund. Auf diesem Album wird geliebt, gedacht und gejagt; nach Geistern, die manchmal traurig machen. Nicht sexy Schriftsteller-traurig, sondern hässliches Rumhäng-traurig – weil es das nun mal gibt. Es geht um den Konflikt zwischen Herz und Verstand und heißt: „BAUCH UND KOPF“. Bereits im Sommer letzten Jahres, kurz nach Erscheinen, verdreht die erste Single „Au Revoir“ nicht nur Radioredaktionen den Kopf, sondern macht es sich nach dem Peak auf #2 auch wochenlang in den Top Ten bequem. Als offiziell einer der erfolgreichsten deutschen Songs 2014 meldet „Au Revoir“ Doppelplatin und steht bei über 700.000 Fans im Regal. Nachfolger „Flash mich“ hält danach Wort und lässt sich das prompt vergolden. Seit Februar ist Forster neben Lena Meyer- Landrut und Revolverheld Johannes Strate als Coach der dritten Staffel von „The Voice Kids“ zu sehen, engagiert sich als Pate des ESC 2015 und holt sich – ebenfalls als Pate – beim TV-Contest „KIKA – Dein Song“ den Sieg während „Bauch und Kopf“, flankiert von zwei ECHO-Nominierungen, mit über 130.000 verkauften Alben zwischendurch mal kurz Gold geht. Nach ausverkauften Shows auf der „Bauch und Kopf“-Tour startet Ende Mai der Nightliner in den Festivalsommer bevor im Herbst erst mal die letzten Livetermine zum aktuellen Album anstehen. Wird dann auch Zeit für einen kurzen Boxen-STOP vom Tourleben, weil ihm jetzt schon die nächste Platte im Kopf rumschwirrt. Kleine Zwischenbilanz bevor es demnächst schon wieder ans Schreiben und ins Studio geht: Mit „Bauch und Kopf“ legt Mark Forster gerade nicht nur das bisher erfolgreichste Jahr seiner Karriere hin, sondern hat sich auch einen Stammplatz in der allerersten Songwriter-Liga gesichert. Chapeau.

Sa 12.

Mark Forster

REWIND Kaum ist der Debüt-„Karton“ an der Luft, macht er sich selbstständig. Ist sozusagen „Auf dem Weg“. Erste Single, Charts, New Pop Festival und ein Backstage-Pass, der für Verwirrung sorgt. Zweimal Tour, ausverkaufte Clubs, drei Coverversionen im TV und viel mehr auf YouTube. Nächste Single, Charts, „Ich und Du“ mit Anna Depenbusch und #4 mit Sido und „Einer dieser Steine“. Dazwischen ein überraschendes Date mit dem Head of Winnweiler, das ein improvisiertes Goldenes Buch und einen Wiki-Eintrag als „Sohn der Stadt“ verursacht. Was bleibt, ist der ungewohnte Zustand, jetzt manchmal „Nein“ sagen zu müssen und der Gedanke an das nächste Album. PAUSE Ein langer Spaziergang im Herbst 2012, wegen der ganzen Fragen. Weil es unmöglich ist, zweimal auf dieselbe Art ein Album zu schreiben. Verantwortung, Songs wie Tätowierungen. Was hilft ist Ackern. Mehr Bilder, Doppelreime und die zündende Idee gegen das Verzetteln: Das Orchester als Rahmen, ein filmischer Ansatz. Kein Konzeptalbum, aber Songs wie Szenen. Immer noch Pop, aber mit einem besonderen Element. Die Texte sind biografisch und übertrieben, wie vorher – aber nicht wie aus einem Tagebuch, eher wie in einem Spiegel. In zwei Jahren entsteht an fast jedem Tag diese Platte, die mit ihrem Vorgänger nicht zu vergleichen ist. PLAY 2014. Februar, Berlin. April, Hannover. August, Breslau. Oktober, Motril. Mark übernimmt mehr Regie, schraubt nicht so sehr am Sound, interessiert sich eher für Atmosphäre, Fläche und das Wroclaw Score Orchestra auf 600qm Rundfunksaal. Ralf Christian Mayer und Daniel Nitt fangen Feuer. „Königin Schwermut“ als Blaupause, das Finale: „Trink auf mich“. Mitten drin Kollegen. Sido auf der ersten Single „Au Revoir“, Caro von Glasperlenspiel in „Hundert Stunden“ und Flo Mega ist der perfekte verlorene Freund. Auf diesem Album wird geliebt, gedacht und gejagt; nach Geistern, die manchmal traurig machen. Nicht sexy Schriftsteller-traurig, sondern hässliches Rumhäng-traurig – weil es das nun mal gibt. Es geht um den Konflikt zwischen Herz und Verstand und heißt: „BAUCH UND KOPF“. Bereits im Sommer letzten Jahres, kurz nach Erscheinen, verdreht die erste Single „Au Revoir“ nicht nur Radioredaktionen den Kopf, sondern macht es sich nach dem Peak auf #2 auch wochenlang in den Top Ten bequem. Als offiziell einer der erfolgreichsten deutschen Songs 2014 meldet „Au Revoir“ Doppelplatin und steht bei über 700.000 Fans im Regal. Nachfolger „Flash mich“ hält danach Wort und lässt sich das prompt vergolden. Seit Februar ist Forster neben Lena Meyer- Landrut und Revolverheld Johannes Strate als Coach der dritten Staffel von „The Voice Kids“ zu sehen, engagiert sich als Pate des ESC 2015 und holt sich – ebenfalls als Pate – beim TV-Contest „KIKA – Dein Song“ den Sieg während „Bauch und Kopf“, flankiert von zwei ECHO-Nominierungen, mit über 130.000 verkauften Alben zwischendurch mal kurz Gold geht. Nach ausverkauften Shows auf der „Bauch und Kopf“-Tour startet Ende Mai der Nightliner in den Festivalsommer bevor im Herbst erst mal die letzten Livetermine zum aktuellen Album anstehen. Wird dann auch Zeit für einen kurzen Boxen-STOP vom Tourleben, weil ihm jetzt schon die nächste Platte im Kopf rumschwirrt. Kleine Zwischenbilanz bevor es demnächst schon wieder ans Schreiben und ins Studio geht: Mit „Bauch und Kopf“ legt Mark Forster gerade nicht nur das bisher erfolgreichste Jahr seiner Karriere hin, sondern hat sich auch einen Stammplatz in der allerersten Songwriter-Liga gesichert. Chapeau.

2016
Do 15.
Ausverkauft

Mark Forster
TAPE TOUR 2016

Zu sagen, Mark Forster wäre zurück, ist tatsächlich etwas untertrieben, er war ja eigentlich gar nicht weg. Und wäre nach dem geradezu bombastischen Erfolg von „Au Revoir“ (900.000 verkaufte Singles, deutscher Autorenpreis), dem Albumerfolg von "Bauch und Kopf“ und der ganz nebenbei mit EFF erkämpften ersten #1 Platzierung in den deutschen Singlecharts ohnehin schwer aus der deutschen Musikszene wegzudenken. So wie Udo Lindenberg der berühmteste Hut Deutschlands ist, ist Mark Forster spätestens seit „Au Revoir“ auf allerbestem Wege, nicht nur einer der besten Songschreiber, sondern auch die berühmteste Schirmmütze der Republik zu werden. Sein neues Album „Tape“ schickt sich nun mit einer unerhörten Leichtigkeit an, diesen Status zu untermauern.

Leichtigkeit, die sicher auch daher rührt, dass Forster zum Zeitpunkt, da er den kreativen Prozess begann, vom bevorstehenden Erfolg noch gar nichts wissen konnte, war „Bauch und Kopf“ doch noch nicht einmal erschienen. Normalerweise, so Forster, lasse er sich gerne etwas Zeit zwischen zwei Alben, diesmal aber, überkam es ihn einfach. Eines Nachts, bei einem Spaziergang durch New Orleans, war plötzlich alles klar. Zufällig stieß Forster, der sich eigentlich nur von den Aufnahmen seines letzten Albums erholen wollte, auf eine zwölfköpfige Brassband, die auf offener Straße ein Konzert gab. Dieser Moment, festgehalten durch ein wackeliges Handyvideo wurde für Forster zur Initialzündung und zum Ausgangspunkt einer, nicht nur sprichwörtlich, musikalischen Reise. Angesteckt von der Idee, den Geist der Stadt im allgemeinen und dieses Augenblicks im besonderen einzufangen, machte sich Forster auf die Suche nach passenden Musikern. Dabei ging er oft den erstaunlichen, weil erstaunlich einfachen Weg, sie anhand einer großen Suchmaschine ausfindig zu machen. Als er etwa ganz selbstbewusst „bester Gospelchor der Welt“ eingab, spuckte die Maschine die Harlem Gospelsingers aus, die Forster tatsächlich, zu seiner eigenen Überraschung und Freude, für „Tape“ gewinnen konnte. Ähnlich geschah es mit der Streicher Arrangeurin Rosie Danvers (u. a. Adele) und Jason Yarde, der unter anderem die Bläsersektion des Plan B Hits „She Said“ arrangiert hatte. Das führte ihn und seine Produzenten Ralf Christian Mayer und Daniel Nitt also von ersten Aufnahmen im spanischen Motril, über London und New York schließlich nach Teneriffa, wo Forster die Produktion abschloss. Wohl auch aufgrund dieser Eindrücke zeigt uns „Tape“, trotz der gewohnt melancholischen Töne, aber auch einen fröhlichen Mark Forster, einen gelösten. Das war ihm wichtig, er wollte, so sagt er, ein Album machen, dass seinem Gemütszustand entspricht und eigentlich auch ganz grundsätzlich seinem Naturell. Richtungweisend dafür ist vor allem die erste Single „Wir sind groß“, ein Lied, dass interessanterweise wieder eine Art Aufbruch zum Thema hat. Doch anders als „Au Revoir“ ist es hier keine Flucht aus dem tristen Alltag, sondern der Glücksschrei am Beginn einer langen Nacht, eine Ode an die Freundschaft und zeichnet damit auch thematisch den Weg für die weiteren Stücke vor.

„Tape“ ist, genau wie früher, als Forster noch vor dem Radio saß und sich selbst Kassetten aufnahm, ein Album voller Lieblingslieder geworden. Ein Album, das bewusst auf die fast filmische Stringenz von „Bauch und Kopf“ verzichtet, um stattdessen in verschiedene Richtungen auszubrechen. Ganz in der Tradition klassischer Mixtapes arbeitete Forster hier neben Nitt und Mayer auch das erste Mal mit Hip-Hop Produzenten zusammen. Gemeinsam gelingt es ihnen, Forsters Vision von Brass- und Gospel-Elementen und, wie er selbst sagt „konkreten Streichern“ in eine lebendige zeitgemäße Form zu übersetzten, die Hip-Hop und Pop gleichermaßen huldigt, wie ihren Ursprüngen. „Tape“ ist verspielt und größenwahnsinnig, kleinteilig und klug ohne verkopft zu wirken und für all jene, die schon lange keinen Tapedeck mehr haben (oder nicht einmal mehr wissen was das ist) eine Erinnerung daran, wie schon es ist vor dem Radio zu sitzen und wie zufällig Lieder fürs Leben zu entdecken. Denn „Tape“ ist mehr als voll davon.